Kürzlich startete die norwegische Robotikfirma 1X, die von der OpenAI-Startup-Fonds finanziert wurde, weltweit den Verkauf ihres ersten häuslichen humanoiden Roboters Neo, mit einem Preis von 20.000 US-Dollar (ca. 142.000 RMB) und gleichzeitig einen monatlichen Abonnementservice von 499 US-Dollar. Der Roboter, der 1,68 Meter groß und 30 Kilogramm schwer ist, wird als der weltweit erste humanoider Helfer für den häuslichen Bereich beworben und zielt darauf ab, Alltagstätigkeiten wie das Spülen des Geschirrs, das Aufräumen und das Gießen der Pflanzen zu übernehmen, um Menschen vollständig von den Haushaltsarbeiten zu befreien.

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Leistungsstark, aber auf Unterstützung angewiesen: Ein neues Modell aus AI und menschlicher Fernarbeit

Der 1X Neo verfügt über grundlegende Fähigkeiten im Haushalt: Der Benutzer kann Befehle per Sprache oder einer Smartphone-App geben, und der Roboter kann Aufgaben wie das Reinigen des Geschirrspülers, das Ordnungsgemäßes Anordnen von Gegenständen und das Pflegen von Pflanzen erledigen. Eine einzelne Ladung ermöglicht eine kontinuierliche Arbeitszeit von 4 Stunden, und die integrierte Kamera unterstützt die Fernsicht, um den Benutzern die Möglichkeit zu bieten, jederzeit „zu überwachen“.

Doch bei komplexen oder ungewöhnlichen Szenarien ist die AI des Neo noch nicht in der Lage, alleine zu handeln. Daher hat 1X ein innovatives „Expertenmodus“ eingeführt – wenn der Roboter Schwierigkeiten hat, können nach Benutzererlaubnis Remote-Operateure über VR-Headsets eingeschaltet werden, um die Kontrolle in Echtzeit zu übernehmen und den Auftrag zu vervollständigen. Das bedeutet, dass Neo nicht vollständig autonom ist, sondern ein hybrider intelligenter Roboter, der auf AI und menschliche Experten angewiesen ist.

Privatsphäre und Sicherheit: Wie wird das Familien-Daten geschützt?

Dieses Fernsteuerungsmechanismus löste auch Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre bei den Nutzern aus. Daraufhin gab 1X klar bekannt:

  • Die Remote-Operateure können keine Gesichter oder Identitäten der Familienmitglieder sehen; die Video-Übertragung wird durch AI in Echtzeit verschwommen;
  • Benutzer können Bereiche, in denen der Roboter nicht eindringen darf (wie Schlafzimmer oder Bibliothek), festlegen;
  • Alle Fernzutritte müssen vom Benutzer aktiv genehmigt werden, und der gesamte Vorgang ist nachvollziehbar und rückgängig machbar.

Das Unternehmen betonte, dass der Schutz der Privatsphäre ein zentrales Prinzip der Produktgestaltung sei. Alle Daten werden lokal verschlüsselt und nicht für das Training von Modellen verwendet.

Unterstützung durch OpenAI: Die kommerzielle Ära der häuslichen Roboter beginnt

1X hat im März dieses Jahres eine Finanzierungsrunde im Umfang von 23,5 Millionen US-Dollar abgeschlossen, wobei die OpenAI-Startup-Fonds den Leitfonds stellten und so die Anerkennung der langfristigen Werte der Embodied Intelligence unterstrichen. Neo soll 2026 zunächst in den USA geliefert werden und 2027 auf den globalen Markt ausgedehnt werden. Obwohl der Preis von 20.000 US-Dollar immer noch in der Luxuskategorie liegt, ist dies ein entscheidender Schritt in Richtung Konsumtauglichkeit, verglichen mit Forschungsrobotern, die oft zehntausende kosten.

Branchenanalysten betonen, dass der eigentliche Wert des 1X Neo nicht darin besteht, Menschen zu ersetzen, sondern darin, die Machbarkeit humanoider Roboter in realen häuslichen Umgebungen zu validieren. Wenn AI, Mechanik, Mensch-Maschine-Kooperation und Datenschutz in einem Wohnzimmer zusammenkommen, stehen wir vielleicht am Beginn einer neuen Ära, in der Roboter in unsere Häuser kommen.

Die Zukunft ist da, sie ist nur noch nicht allgemein verbreitet – und Ihr erster Haushaltsroboter könnte näher sein, als Sie denken.